Zukunftswerkstatt für verbesserte Therapien

Universität Regensburg gründet "Centrum für Interventionelle Immunologie" als Grundstein für weitere Spitzenforschung

„Mit dem gestern gegründeten Centrum für Interventionelle Immunologie schaffen wir eine starke Einheit im Bereich der Immuntherapie, die im weltweiten Forschungswettbewerb bestehen kann und zugleich Spitzenforschung für Ostbayern ermöglicht“, erläutert Professor Dr. Thomas Strothotte, Rektor der Universität Regensburg. „Die Bedeutung dieses Centrums hat auch der Freistaat Bayern erkannt. Es freut uns daher außerordentlich, dass sich die Bayerische Staatsregierung in ihrer heutigen Kabinettsitzung explizit dafür ausgesprochen hat, als strategischer Partner das GKC zu unterstützen.“

Neue Therapien
Als zentrale Einrichtung der Universität und als Partner des Universitätsklinikums Regensburg wird im GKC die in Regensburg vorhandene hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Immuntherapie konzentriert und weiterentwickelt. „Unser Ziel ist es, aus dem Verständnis um die Entstehung von Krankheiten neue Therapien zu entwickeln, beispielsweise in der Behandlung von Tumorpatienten und in der Stammzell- und Organtransplantation. Eingriffe in das menschliche Immunsystem bieten dafür wichtige Ansätze und werden im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen. Dabei wollen wir dazu beitragen, dass Therapien weniger Nebenwirkungen haben und gezielter auf die Patienten abgestimmt werden können“, führt Professor Dr. Reinhard Andreesen, Direktor des GKC, aus.

Fachkräfte-Exzellenz für den Standort
Das Centrum für Interventionelle Immunologie wird Forschergruppen intensiv vernetzen und spezielle Aus- und Weiterbildungsprogramme anbieten, um die neuesten Erkenntnisse der Interventionellen Immunologie in die ärztliche Ausbildung einzubringen und damit auch Nachwuchswissenschaftler in Regensburg zu halten. Kooperationen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen sollen die Entwicklung von Medikamenten vorantreiben. Mit Stiftungsprofessuren sollen renommierte Persönlichkeiten für das GKC gewonnen werden.

Spitzenforschung in und für Ostbayern
Für den Medizin- und Wissenschaftsstandort Ostbayern ist das GKC ein bedeutender Faktor – nicht nur, weil die Patienten vor Ort von neuen Therapiemöglichkeiten frühzeitig profitieren. „Wir streben an, dieses Zentrum in einigen Jahren in ein Leibniz-Institut zu überführen und damit auch die finanzielle Perspektive für die Immuntherapieforschung in Regensburg und deren unmittelbare Anwendung langfristig zu sichern“, freut sich der Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg, Professor Dr. Bernhard Weber, über das neue Zentrum. Dies schafft und bewahrt für Ostbayern hochqualifizierte Arbeitsplätze und zieht positive wirtschaftliche Effekte nach sich.

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