Omics|Prof. Dr. Michael Rehli

Das menschliche Immunsystem generiert spezifische Antworten auf eine Vielzahl von pathogenen Reizen, angefangen bei Viren, Bakterien und Parasiten, bis hin zu Tumoren. Dieses Verteidigungssystem wird von einer Gruppe von regulatorischen Zellen überwacht und gesteuert, die Immunreaktionen eingrenzen und gefährliche Autoimmunreaktionen verhindern. Sogenannte regulatorische T-Zellen stellen eine wichtige Unterart dieser „Wächter“-Zellen dar, die für die Aufrechterhaltung der Selbsttoleranz nötig sind und die Aktivierung, Proliferation und Effektorfunktionen einer breiten Palette von Immunzellen (einschließlich T-, NK-, NKT-, B-, sowie antigenpräsentierende Zellen) inhibieren. Ihre Fähigkeit nach adoptivem Transfer in verschiedenen Settings (wie z.B. Autoimmunerkrankungen, allogene Knochenmarkstransplantationen oder solide Organtransplantationen) ungewollte Immunreaktionen abzuwenden macht sie für klinische Applikationen natürlich sehr attraktiv. Um dies tatsächlich umsetzen zu können muss aber vorab sichergestellt werden, dass diese Zellen sauber isoliert und ex-vivo expandiert werden können, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren.

Als Teil des RCI und in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Matthias Edinger und Petra Hoffmann untersuchen wir regulatorische T Zellen auf molekularer und epigenetischer Ebene um zu verstehen, wie ihre wichtigen Eigenschaften kontrolliert werden und wie sich verschiedene Arten von regulatorischen T Zellen verhalten, wenn sie expandiert werden oder auf Patienten übertragen wurden. Unsere Arbeit soll helfen, die Expansionsstrategien und damit das Therapiepotenzial solcher Zellprodukte zu verbessern. 

Hierfür werden zentrale Technologien zur Verfügung gestellt wie Epigenetisches und Transkriptom-Profiling mittels Next-Generation-Sequencing.

Publikationen

  • Schmidl, C., Hansmann, L., Lassmann, T., Balwierz, P.J., Kawaji, H., Itoh, M., Kawai, J., Nagao-Sato, S., Suzuki, H., Andreesen, R., Hayashizaki, Y., Forrest, A.R.R., Carninci, P., Hoffmann, P., Edinger, M., Rehli, M. for the FANTOM consortium (2013). The enhancer and promoter landscape of human regulatory and conventional T cell subpopulations. Blood (in press).
  • Hansmann, L., Schmidl, C., Kett, J., Steger, L., Andreesen, R., Hoffmann, P., Rehli, M., and Edinger, M. (2012). Dominant Th2 differentiation of human regulatory T cells upon loss of FOXP3 expression. Journal of immunology 188, 1275-1282.
  • Schmidl, C., Hansmann, L., Andreesen, R., Edinger, M., Hoffmann, P., and Rehli, M. (2011). Epigenetic reprogramming of the RORC locus during in vitro expansion is a distinctive feature of human memory but not naive Treg. European journal of immunology 41, 1491-1498.
  • Hansmann, L., Schmidl, C., Boeld, T.J., Andreesen, R., Hoffmann, P., Rehli, M., and Edinger, M. (2010). Isolation of intact genomic DNA from FOXP3-sorted human regulatory T cells for epigenetic analyses. European journal of immunology 40, 1510-1512.
  • Schmidl, C., Klug, M., Boeld, T.J., Andreesen, R., Hoffmann, P., Edinger, M., and Rehli, M. (2009). Lineage-specific DNA methylation in T cells correlates with histone methylation and enhancer activity. Genome research 19, 1165-1174.
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